12 von 12 im Februar

Ich habe mir vorgenommen, diese Woche keine Zeit auf Twitter oder Instagram zu verbringen. Da der 12. in diesem Monat aber ein Montag ist und ich montags frei habe, habe ich trotzdem mal wieder bei 12 von 12 mitgemacht. Dieses Mal eben auf dem Blog – und außnahmsweise vollständig. Hier also mein Tag in 12 Bilder:

Morgens mache ich zuallererst das Radio an. Inforadio, um genau zu sein. Da wird die ganze Zeit nur geredet und es ist praktisch unmöglich, den Wetterbericht zu verpassen.

Wie jeden Morgen esse ich Müsli und lese die Zeitung. Vom Vortag, denn sonst müsste ich ja zuerst zum Briefkasten und das würde bedeuten, dass ich mich zuerst anziehen müsste. Und das muss doch wirklich nicht sein.

Ich bin satt und informiert, also ist nun der Kaffee dran. Seit ich den immer frisch in der Handmühle mahle, ist der Genuss mindestens doppelt so groß. Kann ich wirklich empfehlen, zumindest, wenn man nur kleine Mengen kocht.

Später beschließe ich, das Bad zu putzen. Ich putze ja wirklich ungern. Wenn ich mich nicht mit Podcasts ködern kann, hilft es ungemein, meinen Spieltrieb anzuregen. Das WC-Gel ist leer und ich habe letztens gelesen, wie man das selbst machen kann. Also lasse ich alles stehen und liegen, rühre Stärke, Wasser und Zitronensäure zusammen und was soll ich sagen: Das Putzen macht direkt doppelt so viel Spaß.

Zu Mittag gibt es Reste. Dank meiner groben Fehleinschätzung am gestrigen Abend sind zwei große Süßkartoffeln aus dem Ofen übrig. Ich brate sie zu einer Art geröstetem Püree. Nicht schön, aber lecker.

Immer mal wieder setze ich mich heute zwischendurch an den Computer, um ein paar Seiten Korrektur zu lesen. Open Access in der Wissenschaft unterstütze ich gern, und wenn ich Zeit habe, melde ich mich deshalb ab und zu, um ein Kapitel zu übernehmen.

Bett beziehen. Noch so eine ungeliebte Tätigkeit. Das schönste daran ist eigentlich, zuerst alles auf den Boden zu werfen. Muss ja eh gewaschen werden.

Am Nachmittag wird es dann sogar noch etwas sonnig. Ein guter Zeitpunkt, um ein paar Dinge zu erledigen. Ich schwinge mich aufs Rad und fahre zur Bibliothek, um ein Buch abzugeben, das ich seit Monaten eigentlich nur noch verlängere, weil ich „noch nicht dazu gekommen“ bin, es zurückzubringen. Und dann erledige ich noch etwas, was ich schon viel zu lange vor mir her schiebe:

Dinge, dich ich schon viel früher hätte tun sollen, Nr. 1: Ein HDMI-Kabel kaufen. Hätte mir sicher einige Nacken- und Schulterkrämpfe erspart.

Montag ist meist auch der Tag, an dem ich ein wenig Singen übe. Wir proben schon wieder ein richtig tolles Stück und obwohl ich schon beim letzten Mal dachte, meine Grenze erreicht zu haben, geht es dieses Mal noch höher hinaus. Ich bin gespannt, ob es mir bis zum Konzert gelingen wird, diesen Ton zu treffen.

Dinge, dich ich schon viel früher hätte tun sollen, Nr. 2: Die Pinnwand aufhängen. Endlich ist mal einer dieser hässlichen Dübel, die die Vormieterin in der Wand hinterlassen hat, zu was nutze. Außerdem stelle ich fest, wie viel mehr Platz ich schon die ganze Zeit hätte haben können.

Mein Tag in Bildern endet mit dem Abendessen. Es soll mal wieder Chili geben. Mit Reis und einem Klecks Crème fraiche, da kann ich essen ohne aufzuhören, denn das ist einfach so lecker!

Mehr 12 von 12 gibt es bei Draußen nur Kännchen – und vielleicht im nächsten Monat auch wieder bei mir.

Aufgeladen

Auf meinem Schreibtisch liegen, ordentlich gestapelt: Zwei halb gelesene Zeitschriften; darauf die Chorpartitur von Bachs Weihnachtsoratorium, ergänzt durch „Vom Blatt singen für Dummies“. Ein Bild, das ich seit Monaten rahmen möchte, mein liebstes Buch über Feminismus und ein weiteres Buch zum selben Thema, das ich erst zur Hälfte gelesen habe. Zehn unausgefüllte Listen zur Selbstreflexion, zwei Notizblöcke, mein Tagebuch, mein Notizbuch, ein leeres Ideenheft und zwei Kalender – einer aktuell, der zweite gültig ab übernächster Woche und noch voller leerer Seiten. Ganz oben auf ein Zeitungsartikel, den ich nur noch lesen möchte, um die Seite dann endlich ins Altpapier zu werfen.

#balkon2017

Und schon ist meine zweite Balkonsaison in vollem Gange. Im Gegensatz zum letzten Jahr gibt es jetzt Möbel und erste Erfahrungswerte, die das Gärtnern etwas leichter und das Genießen der Aussicht deutlich bequemer machen.

Als ich Anfang Mai dann endgültig alle Pflänzchen, die bis dahin auf der Fensterbank gewachsen waren, nach draußen umgezogen hatte, hinterfragte ich doch kurz meine Balkonstrategie. Wo bei anderen leuchtend bunte Blüten schon von weitem sichtbar die Blumenkästen schmückten, war bei mir aus der Ferne betrachtet noch nicht viel zu entdecken. Die Pflanzen waren klein, grün und wuchsen noch langsam, nach einer handvoll Arbeitseinsätze war der Balkon zwar „fertig“, von einer blühenden Gartenlandschaft aber weit entfernt.

Es hat ein paar Wochen gedauert, aber dann wurde mir wieder bewusst, weshalb ich mich doch immer wieder für den langsamen Weg entscheiden würde. Wenn eine Pflanze praktisch über Nacht einen riesigen Wachstumssprung macht, wenn sich Knospen öffnen und strahlend erblühen, wenn man das erste Stück Gemüse erntet, das man selbst aus einem winzigen Samenkorn hat entstehen sehen. Gibt es etwas Großartigeres?

  • Mittlerweile hat sich die Gurkenpflanze überall ausgebreitet

Ab und zu sieht es dann doch wieder etwas chaotisch aus in meinem kleinen Paradies. Auch wenn ich gerne jeden Tag draußen stehen und zupfen und schneiden würde, so gibt es doch gerade einiges anderes, was mich davon abhält. Ab und zu passiert es dann, dass der Rucola zu blühen beginnt oder sich Pflanzen im Blumenkasten ausbreiten, die ich nie gesät hatte. Aber statt dann wieder an meinen Fähigkeiten als Landschaftsgärtnerin zu zweifeln (die ich ja noch nicht mal sein möchte!), lasse ich die Blüten stehen und sammle einige Zeit später die ausgereiften Samen ein.

  • Auch nach der Blüte auf eigene Art eine Schönheit

Faulheit hat sich übrigens auch schon zu Beginn der Pflanzzeit ausgezahlt. Die abgeschnittenen Kohlrabistümpfe, die ich über den Winter einfach im Topf gelassen hatte, haben noch bei Minusgraden wieder zu grünen begonnen, dann geblüht und mir jetzt einen ganzen Haufen neues Saatgut beschert. Auch zwei Salate und diverse Kräuter sind wieder aufgewacht – da ich mich vorher nicht darüber informiert hatte, ob es sich um mehrjährige Pflanzen handelt, war auch das eine schöne Überraschung.

Salat vom letzten Jahr nebst zahlreicher Zufallsgewächse. Kann mir jemand sagen, was das Grüne unten in der Mitte ist?

So blöd es klingt: Meine Pflanzen machen mich glücklich. Ich lerne fasziniert neue Wildbienenarten kennen, die sich im Blumenkasten einisten oder mit lautem Gebrumm mehrmals täglich die Sonnenblume aufsuchen, ich feiere jede Blüte und habe gestern die erste eigene Gurke verspeist. So lecker. So wertvoll.

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Putzen mit Podcasts

Oft kann ich mich nur mit einer Folge Friends dazu motiviert, endlich mal den Abwasch zu machen. Oder ich gucke mich quer durch meine Youtube-Aboliste, damit das Putzen weniger langweilig ist. Das Problem dabei ist nur, dass leider jede Art von Hausarbeit grundsätzlich länger dauert, wenn man dabei nebenher immer wieder kurz (oder auch länger) auf einen Bildschirm schielt.

Deshalb bin ich dazu übergegangen, mir durch Podcasts das Putzen zu versüßen. Denn das hat eigentlich nur Vorteile: Man kann seine Augen ganz auf das richten, was die Hände gerade tun und bleibt dabei trotzdem unterhalten und motiviert. Manchmal putzt man sogar noch etwas sorgfältiger als sonst, denn 10 Minuten vor Ende der Folge muss man nun ja wirklich nicht abbrechen, nur weil das Bad schon zu Ende geputzt ist. Podcasts sind eben einfach klasse.

Es gibt ja immer was zu putzen. Deshalb habe ich hier einmal meine Lieblingspodcasts aufgelistet. Und wer gerade nicht mit dem Putzen dran ist, dem oder der sei gesagt: Auch auf langen Bus- oder Zugfahrten lässt es sich wunderbar zuhören.

illustration of a woman that is hooveringFlickr – jen collins – CC BY-NC-ND 2.0

 

Unbeschrieben

Corinne, Inhaberin des – Pardon – der wunderbaren Blog makellosmag, schreibt nun auch ein Buch. Bevor wir aber noch mehr von ihr zu Lesen bekommen, können wir ihr dabei zuhören, wie das Buch entsteht. Außerdem teilt sie interessante Geschichten, die Abfallprodukte der Recherche sozusagen, und beendet jede Folge mit einem Text, der auch auf dem Blog erschienen sein könnte (oder ist). Pluspunkt für Podcasteinsteiger*innen: Es sind erst drei Folgen online – noch könnt ihr also (fast) von Anfang an dabei sein!

Reicht für: einmal abwaschen – ca. 20 Minuten.
WebseiteiTunesSoundcloud

 

Leitmotiv

Von Leitmotiv hingegen gibt es schon einen großen Vorrat vergangener Folgen. Umso besser, denn dieser Podcast ist mit seinen wechselnden Gäst*innen immer wieder eine Freude. (Das Wort kenne ich übrigens von da und habe es letztens erst nachgeschaut – steht echt im Duden! Cool!)  Allgemein lässt sich über den Podcast ansonsten nur so viel sagen: Caspar Clemens Mierau (besser bekannt als @leitmedium) besucht interessante Menschen aus dem Internet und spricht mit ihnen über ihr Leben, ihre Arbeit und alle schrägen Geschichten, die dabei sonst noch so zu Tage kommen.

Reicht für: ein richtig sauberes Badezimmer – ca. 90 Minuten.
WebseiteiTunes

 

N00bcore

Noobs sind, etwas abfällig bezeichnet, die Neulinge in der Computerwelt. Als ein solcher kann man viel Spaß haben, denn: Man kann noch richtig viel lernen. Mit dem N00bcore-Podcast geht das auf die schönstmögliche Weise. In neun Folgen erklärt Fiona gemeinsam mit wechselnden Gästen, wie das Internet funktioniert, schraubt einen Computer auseinander oder denkt darüber nach, was das allgegenwärtige Wörtchen „digital“ eigentlich wirklich bedeutet.  Meine Lieblingsfolge ist die 003 – aber hört sie euch alle an! Und am besten in der richtigen Reihenfolge.

Reicht für: eine nicht ganz so lange Zugfahrt – zwischen 60 und 100 Minuten.
WebseiteiTunes

 

Lila-Podcast

Der Lila-Podcast ist eine meiner neueren Entdeckungen, aber bereits seit fast 70 Folgen online. Die Macherinnen wollen, so ihre Webseite, „Frauen ermutigen, sich zu Wort zu melden, politisch zu handeln, sich zu vernetzen, für ihre Rechte und Stimmen zu kämpfen.“ Und so sprechen sie über das aktuelle Geschehen in Politik und Gesellschaft, beleuchten die herrschenden Verhältnisse aus feministischer Sicht und haben einfach jedes Mal richtig interessante, wichtige Dinge zu sagen. Eine neue Folge erscheint etwa alle zwei Wochen.

Reicht für: wenn man bei Folge 1 anfängt, mindestens den ganzen Frühjahrsputz – ca. 1 Stunde pro Folge.
WebseiteiTunes

 

Falls eure Bude bald blitzt und duftet – ich bin nicht Schuld! Weitere Empfehlungen in den Kommentaren sind höchst erwünscht.

Sieben Tipps für wunderschöne Hausarbeiten

Du sitzt gerade an einer Hausarbeit und hast dir vorgenommen, dieses Mal endlich zu lernen, wie man ein automatisches Inhaltsverzeichnis erstellt? Du hast genug davon, Titelblatt und Inhaltsverzeichnis immer in ein eigenes Dokument auszulagern, weil sich die Seitenzahlen auf den ersten beiden Seiten einfach nicht abstellen lassen? Du fragst dich, ob andere auch einen halben Tag brauchen, bis ihre Hausarbeit alle Formatvorgaben erfüllt? Dann solltest du jetzt weiterlesen.

Es ist nervig, wenn man jedes Semester wieder aufs Neue herausfinden muss, wie man Einzüge einstellt und Zeilenabstände anpasst. Jedoch: Wer einmal eine Stunde Zeit aufbringt, um sich gründlich mit dem Thema zu beschäftigen, der hat danach vorerst ausgesorgt. Hier sind sieben Tipps, wie dir das Formatieren von Hausarbeiten künftig leichter von der Hand gehen wird.

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