Abendessen

Zwecks ansprechender Fotos ist es wohl ratsam, Rezeptposts vorher zu planen. Wenn aber ein  Abendessen aus Versehen so lecker geworden ist, dass man es unbedingt mit der Welt teilen muss, hat man möglicherweise nur ein mittelgutes Handyfoto zur Bebilderung parat…

Du brauchst:

  • ein paar mittelgroße Kartoffeln (je nach Hunger)
  • etwas Butter
  • eine Avocado
  • Zitrone oder Limette
  • eine Schalotte oder kleine Zwiebel
  • einen Becher saure Sahne
  • eine Knoblauchzehe
  • Salat und Gemüse für Salat (je nach Geschmack)
  • weißen Balsamico oder Weißweinessig
  • etwas Zucker, Honig oder Agavendicksaft
  • gekörnte Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Paprikapulver

 

Kartoffeln:

Die Kartoffeln schälen und fächerförmig einschneiden, also quer von oben ein-, aber nicht ganz durchschneiden in Abständen von ca. 0,5 cm. In eine Auflaufform legen, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und mit Butterflocken belegen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad ca. 40-50 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit evtl. noch einmal Butter nachlegen.

Dips:

Avocado mit dem Löffel aus der Schale lösen, mit einer Gabel zerdrücken und mit dem Saft von einer halben Limette oder einer viertel Zitrone vermischen. Fein geschnittene Schalotte/Zwiebel dazu, salzen und pfeffern. In einem anderen Gefäß etwa den halben Becher saure Sahne (je nach Anzahl der Bekochten) leicht salzen und pfeffern, den Knoblauch hinein pressen oder reiben, gut durchrühren.

Salat:

Den Salat und das Gemüse waschen und schneiden. Für die Sauce ungefähr drei bis vier Teelöffel saure Sahne mit ähnlich viel Essig und Wasser verrühren. Mit Gemüsebrühe und Zucker/Honig/Dicksaft abschmecken.

Der Salat ist auch sonst eine gute Idee, wenn man Gemüsereste oder einen angebrochenen Becher saure Sahne aufbrauchen muss.

Alles grün

Vor zweieinhalb Monaten schrieb ich hier über meine kleine Pflanzenzucht. Über klitzekleine Pflänzchen für einen Balkon, den ich noch nicht hatte, auf den ich mich aber schon sehr freute. Keinen Monat später bin ich dann samt meiner Zöglinge umgezogen und wir haben uns schnell wohl gefühlt im neuen Zuhause.

Wenn ich die Fotos von März anschaue und mit dem vergleiche, was nun auf dem Balkon wächst, muss ich wirklich staunen. Sie sind alle so groß geworden! Letzte Woche haben wir schon die erste Ernte (von ein paar Kräutern abgesehen) verspeist. Ganze sieben Radieschen und zwei Löffel voll Erbsen. Ja, ich bin ein bisschen stolz. Und einiges habe ich schon gelernt, was ich im nächsten Jahr anders machen werde.

Ich schau mir total gerne Fotos von den Balkonen anderer Leute an. Die sehen immer so schön aus! Hier ist leider noch ein bisschen was zu tun, bis man es sich richtig im Grünen gemütlich machen kann. Leere Töpfe und Erdsäcke müssen in den Keller geschafft, die Abflussrinne entlaubt werden und ein Tisch und Stühle müssen her. Das hier ist wahrlich noch nicht fotogen:

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Wenn man sich aber von Nahem ansieht, was da wächst, findet man ganz, ganz viel Schönheit.

Bienenschmaus_k

Das einzige, was man, abgesehen von den Sonnenblumen, nicht essen kann. Es sei denn, man ist eine Biene. Die Mischung nennt sich Bienenschmaus und wird hoffentlich bald wunderschön blühen.

Erdbeere_k

Merke fürs nächste Jahr: Erdbeeren lieber schon vorgezogen kaufen. Selbst sähen dauert ewig. Ob die noch Früchte tragen werden?

Gurke_k

Das hier ist eine der mexikanischen Minigurken, auf deren Früchte ich mich schon sehr freue. Faszinierend finde ich aber auch die Ranken, mit denen sie sich überall festhalten. Wie kleine Telefonschnüre.

Kräuter_k

Diese hier verhalfen mir bisher zu Kräuterbutter, Pesto, frischem Minztee und Rosmarincroutons. Ich würde außerdem gerne noch Feta in Öl und Kräuter einlegen. Für weitere Ideen bin ich offen :)

Petersilie_k

Die Petersilie ist noch klein, aber wächst trotzdem kräftig. Oh, es wird noch so viel Kräuterbutter geben!

Sonnenblume1_k

Die Sonnenblumen sind riesig geworden, wirklich beeindruckend! Jetzt müssen sie nur noch blühen.

Sonnenblume2_k

Das scheint mir schon ein Ansatz zu sein.

Thymianblüte_k

So blüht übrigens Thymian. Außerdem kann eine scheinbar vertrocknete, über den Winter schändlich vernachlässigte Pflanze sehr wohl wieder neu auferstehen – das hier ist der Beweis.

Tomate_k

Und das sind die Tomaten. Seit sie im großen Topf wohnen, werden sie schnell größer. Und sie riechen schon so tomatig! Ich hoffe sehr auf eine reiche Ernte.

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Gewächse

Mir scheint, es ist nun so weit, dass meine Weihnachtsgeschenke endlich zum Einsatz kommen. Überraschenderweise lagen für mich nämlich so eine Art Gewächshaus für die Fensterbank, ein Set Minigartenwerkzeug und gleich zwei Bücher zum Gärtnern auf dem Balkon unterm Christbaum. Und da ich nun bald schon umziehe und dann wirklich auch einen Balkon haben werde, hat hier vor kurzem die Pflanzsaison begonnen.

So sieht es gerade auf meinem Fensterbrett aus

Was das Gärtnern angeht, habe ich zwar ein großes Vorbild (meine Mama hat nicht etwa einen grünen Daumen, nein, es müssen mindestens zwei grüne Hände sein), selbst bin ich aber noch Anfängerin. Entsprechend lerne ich gerade ganz viel, mache Fehler, probiere aus, manches gelingt. Zu sehen, dass etwas auf meinem Fensterbrett wächst, macht mich stolz und glücklich.

Für den Anfang habe ich im Bioladen Samen für Basilikum, Thymian und Kohlrabi von Bingenheimer Saatgut gekauft. Bei dm gab es ein gemischtes Tütchen mit Saatgut für Erbsen, Radieschen und Zwergsonnenblumen und vor einigen Tagen erstand ich noch beim Biosaatgutversand Dreschflegel rote und gelbe Cocktailtomaten, Erbeeren und mexikanische Zwerggurken. Das sollte für die ersten Versuche wohl genügen.

Frisch eingesät Bestes Treibhausklima Der erste Keimling ist da!

Bisher gelernt:

  • Radieschen und Kohlrabi sollte man direkt draußen aussäen. Vorzucht auf der Fensterbank: fehlgeschlagen.
  • Anzuchttöpfchen aus biologisch abbaubarem Material, die man später einfach in einen größeren Topf einpflanzen kann, mögen eine gute Idee sein, fangen bei mir aber nach kurzer Zeit außen an zu schimmeln. Mag an meinem Zimmerklima liegen, werde ich aber nicht noch mal kaufen.
  • Beim Vereinzeln der zarten Pflänzchen muss man echt vorsichtig sein. Sonst reißt man ihnen ganz schnell aus Versehen die Wurzel ab.

Erbsenkeimling Zwergsonnenblumen

Davon abgesehen wachsen aber besonders Erbsen und Sonnenblumen schon ganz ordentlich, ich sammle fleißig Sahne- und Joghurtbecher für weitere Aussaatversuche und warte, bis nach und nach grüne Punkte in den Töpfchen erscheinen.

Wächst bei euch schon was? Ich freue mich außerdem über Hinweise auf gute Gartenblogs, Tipps und Fotos von eurer Pflanzenzucht :)

(Bilder von meinen Instagramaccount, wo ich momentan ungewohnt viel Grünzeug fotografiere.)

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Und wie selten man dann zur Mülltonne müsste…

Meine heimliche Schwäche sind ja Youtubevideos. Immer wieder kommt es vor, dass mich eine besondere Art dieser Videos in ihren Bann zieht und ich dann die nächsten drei Tage damit verbringe, ein Book Haul/Aufgebraucht-/”What’s in my bag”-Video nach dem anderen zu schauen. Aber, ach – wenn es sonst nichts ist.

Meine neueste Entdeckung sind Videos über abfallfreies Leben. Man muss nur “Zero Waste” in die Youtubesuchleiste eingeben und ist für die nächsten Stunden damit beschäftigt, sich anzusehen, wie (zumeist) Youtuberinnen Abfall jeder Art im Alltag zu vermeiden versuchen.

Vermutlich gefallen mir diese Videos auch deshalb so gut, weil das Dargestellte ohnehin schon ziemlich meiner Einstellung entspricht. Ich versuche, nach Möglichkeit immer Trinkflasche und Stoffbeutel und am besten auch meinen Kaffeebecher dabei zu haben, um wirklich unnötigen Müll wie To go-Becher, Einkaufstüten und Plastikflaschen zu vermeiden. Aber da geht noch so viel mehr.

Und auch, wenn ich vermutlich in näherer Zukunft nicht damit anfangen werde, meine eigene Kosmetik herzustellen oder immer einen Strohhalm aus Glas mit mir herum zu tragen, bin ich motiviert, mein Einkaufsverhalten und andere Kleinigkeiten nach und nach anzupassen.

Dem Unverpacktsupermarkt Original unverpackt wollte ich schon lange einen Besuch abstatten, zu Weihnachten habe ich wiederverwendbare Obst- und Gemüsebeutel bekommen (die man, wie ich gelernt habe, genauso gut für lose Nudeln u.ä. verwenden kann) und ein Seifenstück soll wohl sogar, entgegen der allgemeinen Annahme, hygienischer sein als sein flüssiges Pendant aus dem Seifenspender.1

100 prozentige Abfallfreiheit stelle ich mir sehr aufwendig und in manchen Bereichen fast unmöglich vor. Das heißt aber nicht, dass man nicht sein Bestes tun kann, um unnötige Abfälle zu vermeiden und sich nach nachhaltigeren Alternativen umzuschauen. Ich bin gespannt, was ich so an Neuem kennenlernen werde.

(Wo) vermeidet ihr bewusst Müll? Was ist eurer Meinung nach völlig überflüssiger Abfall?


1. Hierzu fehlen mir allerdings noch belastbare Quellen. Auf Seifenstücken soll wohl ein Klima herrschen, auf dem Bakterien sich nicht vermehren können, wohingegen Seifenspender, die nicht gereinigt werden, angeblich nur so davon wimmeln. Andere sagen wieder, die Seife ist nicht alkalisch genug, um Bakterienwachstum zu verhindern und der Spender sei der einzige Weg, sich nicht die Keime der anderen Badbenutzer einzuholen. Ich denke: Egal, in welcher Form die Seife auf meine Hände kommt, Hände (und evtl. Seifenstück) werden danach ja noch unter fließendem Wasser gewaschen. Das klingt beides nicht gerade unhygienisch. Aber vielleicht weiß jemand mehr?

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Werkstattberichte

Im letzten Jahr habe ich sehr wenig gebloggt. Allgemein habe ich wenig geschrieben und nichts davon hätte wirklich in den Blog gehört, außerdem hatte ich auch einfach keine große Lust, den Platz hier mit Texten zu irgendeinem Thema zu füllen.

Langsam kommt sie aber zurück, die Schreib- und Bloglaune, und ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wofür ich Ännchen von Radau eigentlich nutzen möchte. In den Anfängen diente mir der Blog dazu, regelmäßig etwas zu verfassen, um es dann in die  weite Internetwelt loszulassen. Dann bloggte ich eine Weile ohne Ziel und Konzept und damals war das auch ok so.

Jetzt würde ich meine Plattform gerne nutzen, um das zu teilen, was ich gerade so in der Mache habe. Denn wer weiß – vielleicht hat der oder die eine oder andere Leser_in ja einen spannenden Gedanken dazu, vielleicht ist das, was ich schreibe, für irgendwen interessant und womöglich geben sich aus dem Ganzen neue Zweige, die ich verfolgen könnte.

Momentan denke ich dabei zum einen an mein Vorhaben, endlich Programmieren  zu lernen (genauer gesagt mache ich gerade meine ersten Schritte mit Python), zum anderen an die letzte verbliebene Hausarbeit und die Masterarbeit, die danach dann ansteht. Und weil das schließlich recht spezielle Themenfelder sind, werde ich natürlich versuchen, das Ganze so spannend und anschaulich wie möglich zu halten.

Diese Art von Blogbeiträgen lese ich außerdem auch sehr gerne – wenn ihr also selbst über eure Projekte bloggt oder Blogs kennt, auf denen so etwas passiert, immer her damit :)

Bald mehr!