Und wie selten man dann zur Mülltonne müsste…

Meine heimliche Schwäche sind ja Youtubevideos. Immer wieder kommt es vor, dass mich eine besondere Art dieser Videos in ihren Bann zieht und ich dann die nächsten drei Tage damit verbringe, ein Book Haul/Aufgebraucht-/“What’s in my bag“-Video nach dem anderen zu schauen. Aber, ach – wenn es sonst nichts ist.

Meine neueste Entdeckung sind Videos über abfallfreies Leben. Man muss nur „Zero Waste“ in die Youtubesuchleiste eingeben und ist für die nächsten Stunden damit beschäftigt, sich anzusehen, wie (zumeist) Youtuberinnen Abfall jeder Art im Alltag zu vermeiden versuchen.

Vermutlich gefallen mir diese Videos auch deshalb so gut, weil das Dargestellte ohnehin schon ziemlich meiner Einstellung entspricht. Ich versuche, nach Möglichkeit immer Trinkflasche und Stoffbeutel und am besten auch meinen Kaffeebecher dabei zu haben, um wirklich unnötigen Müll wie To go-Becher, Einkaufstüten und Plastikflaschen zu vermeiden. Aber da geht noch so viel mehr.

Und auch, wenn ich vermutlich in näherer Zukunft nicht damit anfangen werde, meine eigene Kosmetik herzustellen oder immer einen Strohhalm aus Glas mit mir herum zu tragen, bin ich motiviert, mein Einkaufsverhalten und andere Kleinigkeiten nach und nach anzupassen.

Dem Unverpacktsupermarkt Original unverpackt wollte ich schon lange einen Besuch abstatten, zu Weihnachten habe ich wiederverwendbare Obst- und Gemüsebeutel bekommen (die man, wie ich gelernt habe, genauso gut für lose Nudeln u.ä. verwenden kann) und ein Seifenstück soll wohl sogar, entgegen der allgemeinen Annahme, hygienischer sein als sein flüssiges Pendant aus dem Seifenspender.1

100 prozentige Abfallfreiheit stelle ich mir sehr aufwendig und in manchen Bereichen fast unmöglich vor. Das heißt aber nicht, dass man nicht sein Bestes tun kann, um unnötige Abfälle zu vermeiden und sich nach nachhaltigeren Alternativen umzuschauen. Ich bin gespannt, was ich so an Neuem kennenlernen werde.

(Wo) vermeidet ihr bewusst Müll? Was ist eurer Meinung nach völlig überflüssiger Abfall?


1. Hierzu fehlen mir allerdings noch belastbare Quellen. Auf Seifenstücken soll wohl ein Klima herrschen, auf dem Bakterien sich nicht vermehren können, wohingegen Seifenspender, die nicht gereinigt werden, angeblich nur so davon wimmeln. Andere sagen wieder, die Seife ist nicht alkalisch genug, um Bakterienwachstum zu verhindern und der Spender sei der einzige Weg, sich nicht die Keime der anderen Badbenutzer einzuholen. Ich denke: Egal, in welcher Form die Seife auf meine Hände kommt, Hände (und evtl. Seifenstück) werden danach ja noch unter fließendem Wasser gewaschen. Das klingt beides nicht gerade unhygienisch. Aber vielleicht weiß jemand mehr?

Veröffentlicht in: Grün |

Werkstattberichte

Im letzten Jahr habe ich sehr wenig gebloggt. Allgemein habe ich wenig geschrieben und nichts davon hätte wirklich in den Blog gehört, außerdem hatte ich auch einfach keine große Lust, den Platz hier mit Texten zu irgendeinem Thema zu füllen.

Langsam kommt sie aber zurück, die Schreib- und Bloglaune, und ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wofür ich Ännchen von Radau eigentlich nutzen möchte. In den Anfängen diente mir der Blog dazu, regelmäßig etwas zu verfassen, um es dann in die  weite Internetwelt loszulassen. Dann bloggte ich eine Weile ohne Ziel und Konzept und damals war das auch ok so.

Jetzt würde ich meine Plattform gerne nutzen, um das zu teilen, was ich gerade so in der Mache habe. Denn wer weiß – vielleicht hat der oder die eine oder andere Leser_in ja einen spannenden Gedanken dazu, vielleicht ist das, was ich schreibe, für irgendwen interessant und womöglich geben sich aus dem Ganzen neue Zweige, die ich verfolgen könnte.

Momentan denke ich dabei zum einen an mein Vorhaben, endlich Programmieren  zu lernen (genauer gesagt mache ich gerade meine ersten Schritte mit Python), zum anderen an die letzte verbliebene Hausarbeit und die Masterarbeit, die danach dann ansteht. Und weil das schließlich recht spezielle Themenfelder sind, werde ich natürlich versuchen, das Ganze so spannend und anschaulich wie möglich zu halten.

Diese Art von Blogbeiträgen lese ich außerdem auch sehr gerne – wenn ihr also selbst über eure Projekte bloggt oder Blogs kennt, auf denen so etwas passiert, immer her damit :)

Bald mehr!

Bunte Blätter

Es ist wieder Herbst. Ein sonniger Herbst, der mir bunte Blätter in den Fahrradkorb legt und dieses besondere Gefühl von Neugier und Tatendrang in mir weckt, wenn ich in seine kühle Morgenluft hinaustrete. Der beginnende Herbst war für mich immer eine Zeit der Anfänge. Früher war es das neue Schuljahr, in den letzten Jahren oft der Umzug in eine neue Stadt, der Beginn eines Praktikums oder neue Freundschaften, die diese Jahreszeit so aufregend machten. Während mich die brütende Hitze und die unifreien Monate im Sommer oft müde und orientierungslos machen, wächst mit den ersten kühlen Tagen die Lust auf Neues in mir.

Für die zurückliegenden Ferien hatte ich mir so viel vorgenommen. Wissenslücken schließen, Programmieren lernen, vielleicht ein kleines wissenschaftliches Projekt als Testlauf für die Masterarbeit, damit wollte ich die Zeit zwischen Urlaub und Besuchen in der Heimat füllen. Nun geht nächste Woche die Uni wieder los und meine Bilanz fällt eher unbefriedigend aus. Ich habe festgestellt, dass ich wenigstens ein bisschen Struktur brauche. Wenigstens eine Aufgabe, über deren Sinnhaftigkeit ich mir selbst keine Gedanken machen muss. Deshalb hoffe ich jetzt auf den Herbst und auf all das Neue, das er mit sich bringt.

Und sonst?

Sonst freue ich mich momentan sehr über mein Fahrrad, auf dem ich mich dank neuer Bremsklötze nun auch ein ganzes Stück sicherer fühle. Jede Strecke, für die man mit den Öffentlichen bis zu 30 Minuten benötigt, schrumpft auf ein paar angenehme Radminuten zusammen und es kostet mich auf einmal viel weniger Überwindung, noch einmal das Haus zu verlassen, um einzukaufen, Bücher abzugeben oder um einfach draußen gewesen zu sein. Und man nimmt seine Stadt sofort ganz anders wahr, wenn man auf zwei Rädern unterwegs ist. Sie ist viel mehr meins. Das fühlt sich gut an.

Außerdem esse ich so oft wie möglich Kürbissuppe, habe meine Freude am Kochen wiedergefunden und die am Lesen auch. Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, sämtliche Staffeln Friends von der ersten bis zur letzten Folge anzuschauen, die Chorproben haben wieder begonnen und ein Programmierbuch hat den Weg von der Bibliothek auf meinen Schreibtisch gefunden.

Einfach Pizza

450 g Mehl
1 Tütchen Trockenhefe
1 EL Olivenöl
1 TL Honig
etwas Salz
so viel Wasser, dass ein schöner Teig draus wird, der nicht klebt (ca. 225 ml, nach und nach zugeben bis es passt)

Alles verkneten, Tuch drüber, eine halbe Stunde gehen lassen. Dann noch mal gut durchkneten und ausrollen

Eine Dose Tomaten in Stücken drauf, mit Oregano bestreuen, eventuell Knoblauch

Belegen nach Lust und Bauchgefühl (oder: was aus dem Kühlschrank wird als nächstes schlecht und kann noch gerettet werden?)

Käse drüber

Bei 200°C in den Ofen, bis die Pizza fertig aussieht

Musik am Mittwoch

Mittwoch ist nicht nur die Mitte der Woche (wenn man denn davon ausgeht, dass die Woche am Sonntag beginnt), sondern auch: Chortag! Nachdem ich vor einiger Zeit meine subjektiven Eindrücke in Text gefasst habe, gibt es nun heute Material, um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Viel Spaß mit Unität!

 

Das Lied, mit dem alles begann

Another Probenvideo

…und ganz offiziell und schick beim Autritt vor drei Wochen

Noch ein Video ist eines zu viel, oder? Aber das hier muss ich einfach auch noch zeigen!

Und damit genug für heute. Die nächste Chance, Unität live zu erleben, gibt es übrigens am 17. Juli!