Sieben Tipps für wunderschöne Hausarbeiten

Du sitzt gerade an einer Hausarbeit und hast dir vorgenommen, dieses Mal endlich zu lernen, wie man ein automatisches Inhaltsverzeichnis erstellt? Du hast genug davon, Titelblatt und Inhaltsverzeichnis immer in ein eigenes Dokument auszulagern, weil sich die Seitenzahlen auf den ersten beiden Seiten einfach nicht abstellen lassen? Du fragst dich, ob andere auch einen halben Tag brauchen, bis ihre Hausarbeit alle Formatvorgaben erfüllt? Dann solltest du jetzt weiterlesen.

Es ist nervig, wenn man jedes Semester wieder aufs Neue herausfinden muss, wie man Einzüge einstellt und Zeilenabstände anpasst. Jedoch: Wer einmal eine Stunde Zeit aufbringt, um sich gründlich mit dem Thema zu beschäftigen, der hat danach vorerst ausgesorgt. Hier sind sieben Tipps, wie dir das Formatieren von Hausarbeiten künftig leichter von der Hand gehen wird.

[Ein Hinweis vorab: Ich arbeite mit einer älteren Word-Version. Es kann deshalb sein, dass manche Menüpunkte bei dir an einer anderen Stelle zu finden sind. Außerdem lässt sich all das Beschriebene natürlich auch mit freier Software wie OpenOffice oder Libre Office umsetzen. Auch hier ist gegebenenfalls etwas Such- oder Googlearbeit gefragt. Wenn es auf jeden Fall Word sein soll, informiere dich im Rechenzentrum deiner Uni, ob du dort eine günstige Lizenz für Studierende erwerben kannst.]

 

1. Formatvorlagen anlegen

Formatvorlagen haben viele Vorteile. Einmal angelegt, musst du nur die entsprechende Passage markieren, die Vorlage anklicken und alles sieht aus, wie es aussehen soll. Außerdem kannst du so per Knopfdruck ein Inhaltsverzeichnis generieren.

Für verschiedene Elemente deines Textes kannst du Formatvorlagen erstellen,in denen gespeichert ist, wie der entsprechende Textteil aussehen soll. Sinnvoll sind Vorlagen für den Fließtext, Überschriften verschiedener Ebenen, Fußnoten und eventuell Beispiele, lange Zitate und Bildunterschriften, falls deine Arbeit diese beinhaltet.

Einige Formatvorlagen sind schon voreingestellt. Du findest sie unter dem Reiter Start auf der rechten Seite. Auf Basis dieser Vorlagen kannst du eigene Vorlagen erstellen. Dies kannst du tun, indem du auf das Symbol Ein Pfeil führt aus einem halben Quadrat nach rechts unten rechts unten in der Ecke neben den Formatvorlagen  klickst. Es wird ein kleines Fenster mit dem Titel “Formatvorlagen” eingeblendet. Dort klickst du unten links auf das kleine Symbol “Neue Formatvorlage”.

Wir erstellen nun als Beispiel eine Vorlage für den Fließtext:

Screenshot des Wordfensters "Neue Formatvorlage von Formatierung erstellen"

Als Name wählen wir eine Bezeichnung, die möglichst selbsterklärend und noch nicht vorhanden ist. Zum Beispiel HA_Fließtext. Unter Formatvorlagentyp wählen wir Absatz aus. Bei Formatvorlage basiert auf können wir die Einstellungen einer voreingestellten Vorlage übernehmen. Wenn man hier eine Vorlage vom gleichen Typ wählt, spart man sich etwas Arbeit. In unserem Fall wählen wir Standard. Formatvorlage für folgenden Absatz legt, wenig überraschend, fest, welche Vorlage standardmäßig auf den folgenden Absatz angewendet wird. In den meisten Fällen (im Fließtext, nach Überschriften) wollen wir, dass der nächste Absatz als Fließtext formatiert wird. Hier wählen wir also HA_Fließtext aus der Liste aus.

Danach können wir alle Einstellungen gemäß den Vorgaben des_der Dozenten_in oder des Instituts vornehmen, also Schriftart und -größe, Zeilenabstand usw. anpassen. Einiges davon verbirgt sich unter dem Button “Format” unten links.

Zuletzt ein Klick auf OK und die Vorlage ist erstellt. Dasselbe wiederholst du nun für alle weiteren Vorlagen, die du benötigst. Die Vorlagen für Überschriften sollten entsprechend ihrer Ebene auf den Vorlagen Überschrift 1, Überschrift 2 usw. basieren.
Um die Vorlagen zu verwenden, brauchst du nun nur den entsprechenden Text, zum Beispiel eine Kapitelüberschrift, zu markieren und die passende Formatvorlage anzuklicken.

2. Automatisches Inhaltsverzeichnis

Du hast deine Arbeit mit Hilfe von Formatvorlagen formatiert? Sehr gut, dann kannst du es dir nun einfach machen.
Du setzt deinen Cursor an die Stelle, an der das Inhaltsverzeichnis eingefügt werden soll, klickst auf Verweise > Inhaltsverzeichnis und wählst ein Design aus. Fertig. Das Erscheinungsbild des Verzeichnisses kannst du nach deinen Wünschen anpassen. Wichtig ist, dass du immer wieder, zumindest aber, bevor du die endgültige Version ausdruckst und abgibst, auf das Verzeichnis und dann auf Tabelle aktualisieren klickst. Wähle Gesamtes Verzeichnis aktualisieren, damit nicht nur die Seitenzahlen, sondern auch die Kapitelüberschriften angepasst werden.

3. Seitenzahlen ab Seite 3

Manchmal ist vorgegeben, dass die Seitennummerierung erst auf der ersten Seite des Fließtexts beginnen, Titelblatt und Verzeichnis aber mitgezählt werden sollen. Viele behelfen sich dann damit, Titelblatt und Inhaltsverzeichnis in einem gesonderten Dokument abzuspeichern und es im PDF irgendwie wieder vorne anzuhängen. Glücklicherweise geht das aber auch anders:
Setze den Cursor an das Ende des Titelblatts und klicke auf Seitenlayout > Umbrüche. Wähle dann unter Abschnittsumbrüche Nächste Seite. Damit wird der folgende Teil des Dokuments wie ein eigener Abschnitt behandelt und du kannst für jeden Abschnitt eigene Einstellungen (wie z.B. Seitenzahlen oder Seitenformat) vornehmen. Unter Einfügen > Seitenzahl wählst du dann aus, wie deine Seitenzahlen aussehen sollen. Damit die Nummerierung erst auf Seite drei beginnt, klickst du zunächst auf die Seitenzahl auf dem Titelblatt und setzt ein Häkchen bei Erste Seite anders, dann tust du dasselbe auf Seite 2.

4. PDF erstellen

Sofern es nicht anders gewünscht wird (es soll tatsächlich Leute geben, die Hausarbeiten als docs einfordern – aber wieso?), solltest du die digitale Version deiner Hausarbeit immer als PDF abgeben. So ist sichergestellt, dass die Formatierung erhalten bleibt und die Datei auch auf Computern geöffnet werden kann, auf denen Word nicht installiert ist. Unter Datei > Speichern und Senden > PDF erstellen ist es mit wenigen Klicks erledigt. Bei MacOS gibt es zusätzlich die Möglichkeit, im Druckmenü “als PDF speichern” auszuwählen.

5. Schnell von Kapitel 1 zu Kapitel 22

Besonders bei längeren Arbeiten finde ich die Navigationsleiste immer sehr praktisch. Unter Ansicht > Navigationsbereich kann man sie aktivieren. Es erscheint eine Leiste am Bildschirmrand, die ähnlich dem Inhaltsverzeichnis alle (formatierten) Kapitelüberschriften auflistet. Mit einem Klick kannst du nun von Kapitel zu Kapitel springen und sparst dir nerviges Scrollen.

6. Literaturangaben per Knopfdruck

Nichts spricht dagegen, Literaturangaben und Bibliographien von Hand einzugeben. Wenn du aber ohnehin schon ein Literaturverwaltungsprogramm benutzt, kannst du dir die Tipparbeit auch sparen. Zu allen gängigen Programmen gibt es ein Word-Plugin (und teilweise auch eines für OpenOffice), mit dem du Verweise aus deiner Literaturdatenbank per Knopfdruck in dein Dokument einfügen kannst. Und nicht nur das: Aus den zitierten Werken lässt sich dann automatisch ein Literaturverzeichnis erstellen, in dem du keinen zitierten Text mehr vergessen haben kannst. Praktisch!

7. Backup

Immer eine Sicherungskopie anlegen! Egal ob auf einer externen Festplatte, in der Cloud oder deinem Emailpostfach, achte darauf, dass deine Hausarbeit nicht nur an einem einzigen Ort gespeichert ist.

 

Ich hoffe, ich konnte mit diesen Tipps behilflich sein :) Falls du noch generelle Starthilfe für deine Hausarbeit suchst, findest du die vielleicht in Katos Hausarbeiten-Guide.

Viel Spaß und schreibt mir doch mal von euren Hausarbeitserfahrungen!

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